Alle zehn Jahre wieder

geht ein großes Raunen durch die Stadt: Münster im Skulpturenfieber

Münster selbst ist schon eine Reise wert. Die historische Altstadt, bei der es die Stadtplaner allerdings verstanden hatten, Neues mit Altem stilsicher zu verbinden, ist ein wahrer Augenschmaus und ungewöhnliches Einkaufserlebnis. Ungewöhnlich deshalb, weil Münster die großen Ketten und Filialisten, die anderenortens die Innenstädte beinahe schon okkupiert haben, in eine Arcaden-Mall am Rande der Altstadt, aber mit guter Anbindung, verbannt hat und so die reiche, lokale Einkaufskultur sich erhalten hat. Bemerkenswert und überraschend.

Münster liegt im Nordrhein-Westfalen, hat über 300.000 Einwohner und eine besondere bunte und lebendige Studenten- und Kunstszene, vielleicht liegt es ja daran. So viele Galerien auf einem Fleck sieht man sonst nur in Wien oder Budapest oder N.Y.C.

Dieses Münster also, immer noch Hort urbaner, mittelalterlicher Beschaulichkeit ist Ausrichter der “Skultpur Projekte”, eine alle zehn Jahre sich wiederholende “Kunst im öffentlichen Raum”-Ausstellung, die zum Teil für immer dort verbleibt. So finden sich auch aus dem Gründungsjahr 1977 immer noch die eine oder andere Arbeit in der Stadt wieder.

35 Skulpturen, aber auch performative Kunst finden sich heuer, 10. Juni bis 1. Oktober, im engeren Stadtkreis um die Altstadt herum verteilt, öffentlich, in Parks, im Schloss, in Kirchen, in Galerien wieder. Sie haben also noch ein wenig Zeit. Trotzdem ist das Spektakel, natürlich gibt es auch jede Menge Side-events rundherum, eine Reise wert. Vor allem, wenn die Kunst so tatsächlich integriert ist:

[Bilder zum Teil aus https://www.muenster.de/skulptur_projekte.html]

skulpturen2017_erkmen-on-water_900Wenn die Menschen, die Hosen hochgezogen, barfuss, über die Wasseroberfläche im Hafenbecken laufen, dann ist das – natürlich spannend und vergnüglich – aber eben auch voller Bezüge und konzeptioneller Idee. Respekt.

Mehr über die Skulptur Projekte 2017 finden Sie hier. Unter anderem auch über die Künstler, das Team, die Events, sogar Workshops und eine interaktive Karte.

Etwas sperriger, dafür mit den Objekten aus den vergangenen Jahrzehnten ist diese Karte für den Profi interessant.

Wie gehts hin, kann man Fahrräder leihen, solche und andere Fragen beantwortet die Stadtsite.

Und, wie schon gesagt, allein die Stadt an sich ist die Reise wert ;-)

24.07.17 Beitrag von: Michael Jaugstetter

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