Ernte und Freude

Fast vier Meter hoch, knapp drei Meter breit und über sechs Meter lang, grollend und fauchend und dennoch elegant und beinahe zärtlich tänzelt der vollautomatische Weintraubenernter übers Feld und vollbringt beinahe ein Wunder. 

Geht das? Traditioneller Anbau und ultramoderne Erntetechnik? Weiche, vollgerundete, herzhaft süße Trauben und tonnenschwere Mechanik und Hydraulik?

Ja, das geht. Sogar gut, sehr gut.

Ich bin mit Ernst Holler, dem Chef des Weingutes Elfenhof an einem sonnigen Samstagnachmittag durch seine Weinberge unterwegs. Überall glänzen uns verlockend rot und weiss die vollen Trauben aus den sauber gereihten Rebstöcken entgegen. Was sofort auffällt sind Ordnung und Sauberkeit. Exakt gestutzte Wiese zwischen den endlosen perfekt aneinander gestellten Reihen genauso wie gepflegte Wege und Brachflächen dazwischen.

Nachdem wir an verschiedenen Erden mit unterschiedlichen Farben vorbeigekommen sind, erklärt mir Herr Holler, dass schon die Auswahl der Böden, deren Struktur und mineralische Zusammensetzung ein wichtiger Geschmacksgeber und bereits darin das erste Geheimnis ausgezeichneter Weine zu finden sei.

Klima und Sonneneinstrahlung sind weitere wichtige Faktoren, die jedoch vom Winzer nicht direkt beeinflussbar sind, sondern ein ganzes Gebiet, wie zum Beispiel die weichen, sanften Hanglagen am Neusiedler See auszeichnen. Hier ist also weiteres Geschick in der Anlage der Reihen angesagt.

Wenn die Böden entsprechend vorbereitet sind, eine mühsame, über Monate hinweg dauernde Mammutaufgabe, erfolgt als nächster Schritt  das Setzen der Jungreben, die nach der gewünschen Weinsorte in einer Rebschule gezogen worden sind.

Für Elfenhof kommen hierbei nur die besten und geschmackvollsten Setzlinge in Frage.

Die Pflanzung erfolgt Ende April,

Anfang Mai. Sorgfältige Pflege der Jungreben und die notwendige Bodenpflege begleiten den Anbau nun die nächsten Jahrzehnte. Aber erst werden die Jungreben an kleinen Stäben hochgebunden. Im darauf folgenden Winter werden die einjährige Reben auf 3 Knospen (Augen) zurückgeschnitten. Im zweiten Jahr wird der Drahtrahmen erstellt, bestehend aus Pfählen aus Eisen oder Holz und den dazwischen gespannten Trageseilen, die später die wachsenden Weinreben in die Form bringen sollen. Dabei wird zwischen Hoch- und Niedrig- und selten noch Hänge-Kulturen unterschieden, je nachdem wie hoch der Rebstock wachsen soll.

Wir, bei Elfenhof, bevorzugen die Hochkulturen, da die abstrahlende Wärme des Bodens ein zusätzliches Wachstum und ein geschmeidiges Mehr an Süße bringen.

Drei Jahre lang werden die Setzlinge gezogen, immer wieder in Form gebracht, mit den Trageseilen verflochten, bis sie so gut im Boden verankert, verwachsen sind, so kräftig und stark, dass sie die erste Ernte ausgeben können. Dabei ist es wichtig, dass die Reben richtig gerade hochgezogen werden, damit der Stamm, der daraus entsteht, auch gerade wachsen kann.

Im Winter werden die Reben bis auf die Stammreben abgeschnitten, erneut bis zum ersten Spanndraht hochgezogen und umgebogen als Grundgerüst für die späteren Weinstöcke.

Ab dem dritten Jahr ist die erste Ernte zu erwarten (1/3 bis 1/2 der normalen) und ab dem vierten Jahr ergibt es bei guten Bedingungen den Vollertrag, der dann je nach Boden und Pflege 30 bis 50 Jahre lang zur Verfügung steht.

Die Tradition

Unsere Familientradition ist quasi heilig, denn hier wird das gesammelte Wissen und die viele kleinen Geheimnisse an unsere Kinder weitergegeben, bei uns im Elfenhof seit über 350 Jahren und 12 Generationen.

Allerdings waren die „Elfenhofer“ schon immer etwas anders. Gegenüber den örtlich Ruster traditionellen Weinbauern haben sie durch Quereinstieg im Gedanken frei ausprobiert, experimentiert und sehr schnell in die Mechanisierung investiert, was zum fortschrittlichsten Weingut führte. So war der Schwiegervater des jetzigen Seniors erst einmal praktischer Arzt, bevor er durch das geerbte Weingut seine Liebe zum Weinbau entdeckt hatte.

Fast vier Meter hoch, beinahe drei Meter breit und über sechs Meter lang, grollend und fauchend und dennoch elegant und beinahe zärtlich tänzelt der vollautomatische Weintraubenernter übers Feld und vollbringt beinahe ein Wunder. 

Geht das? Traditioneller Anbau und ultramoderne Erntetechnik? Weiche, vollgerundete, herzhaft süße Trauben und tonnenschwere Mechanik und Hydraulik?

Ja, das geht. Sogar gut, sehr gut.

Ich bin mit Ernst Holler, dem Chef des Weingutes Elfenhof an einem sonnigen Samstagnachmittag durch seine Weinberge unterwegs. Überall glänzen uns verlockend rot und weiss die vollen Trauben aus den sauber gereihten Rebstöcken entgegen. Was sofort auffällt sind Ordnung und Sauberkeit. Exakt gestutzte Wiese zwischen den endlosen perfekt aneinander gestellten Reihen genauso wie gepflegte Wege und Brachflächen dazwischen.

Nachdem wir an verschiedenen Erden mit unterschiedlichen Farben vorbeigekommen sind, erklärt mir Herr Holler, dass schon die Auswahl der Böden, deren Struktur und mineralische Zusammensetzung ein wichtiger Geschmacksgeber und bereits darin das erste Geheimnis ausgezeichneter Weine zu finden sei.

Klima und Sonneneinstrahlung sind weitere wichtige Faktoren, die jedoch vom Winzer nicht direkt beeinflussbar sind, sondern ein ganzes Gebiet, wie zum Beispiel die weichen, sanften Hanglagen am Neusiedler See auszeichnen. Hier ist also weiteres Geschick in der Anlage der Reihen angesagt.

Wenn die Böden entsprechend vorbereitet sind, eine mühsame, über Monate hinweg dauernde Mammutaufgabe, erfolgt als nächster Schritt  das Setzen der Jungreben, die nach der gewünschen Weinsorte in einer Rebschule gezogen worden sind.

Für Elfenhof kommen hierbei nur

die besten und geschmackvollsten Setzlinge in Frage.

Die Pflanzung erfolgt Ende April,

Anfang Mai. Sorgfältige Pflege der Jungreben und die notwendige Bodenpflege begleiten den Anbau nun die nächsten Jahrzehnte. Aber erst werden die Jungreben an kleinen Stäben hochgebunden. Im darauf folgenden Winter werden die einjährige Reben auf 3 Knospen (Augen) zurückgeschnitten. Im zweiten Jahr wird der Drahtrahmen erstellt, bestehend aus Pfählen aus Eisen oder Holz und den dazwischen gespannten Trageseilen, die später die wachsenden Weinreben in die Form bringen sollen. Dabei wird zwischen Hoch- und Niedrig- und selten noch Hänge-Kulturen unterschieden, je nachdem wie hoch der Rebstock wachsen soll.

Wir, bei Elfenhof, bevorzugen die Hochkulturen, da die abstrahlende Wärme des Bodens ein zusätzliches Wachstum und ein geschmeidiges Mehr an Süße bringen.

Drei Jahre lang werden die Setzlinge gezogen, immer wieder in Form gebracht, mit den Trageseilen verflochten, bis sie so gut im Boden verankert, verwachsen sind, so kräftig und stark, dass sie die erste Ernte ausgeben können. Dabei ist es wichtig, dass die Reben richtig gerade hochgezogen werden, damit der Stamm, der daraus entsteht, auch gerade wachsen kann.

Im Winter werden die Reben bis auf die Stammreben abgeschnitten, erneut bis zum ersten Spanndraht hochgezogen und umgebogen als Grundgerüst für die späteren Weinstöcke.

Ab dem dritten Jahr ist die erste Ernte zu erwarten (1/3 bis 1/2 der normalen) und ab dem vierten Jahr ergibt es bei guten Bedingungen den Vollertrag, der dann je nach Boden und Pflege 30 bis 50 Jahre lang zur Verfügung steht.

Die Tradition

Unsere Familientradition ist quasi heilig, denn hier wird das gesammelte Wissen und die viele kleinen Geheimnisse an unsere Kinder weitergegeben, bei uns im Elfenhof seit über 350 Jahren und 12 Generationen.

Allerdings waren die „Elfenhofer“ schon immer etwas anders. Gegenüber den örtlich Ruster traditionellen Weinbauern haben sie durch Quereinstieg im Gedanken frei ausprobiert, experimentiert und sehr schnell in die Mechanisierung investiert, was zum fortschrittlichsten Weingut führte. So war der Schwiegervater des jetzigen Seniors erst einmal praktischer Arzt, bevor er durch das geerbte Weingut seine Liebe zum Weinbau entdeckt hatte.

Der Senior wiederum entschied sich, das Handwerk von der Pike auf zu erlernen und besuchte die Fachschule für Weinbau in Klosterneuburg, wurde ausgebildeter Weinbaufachmann und übernahm dann die Leitung des Weingut des Schwiegervaters, das für die damaligen Verhältnisse bereits eines der größeren Weingüter in Rust war. Innerhalb weniger Jahre konnte er die Produktion von 200 hl auf 2.000 hl emporschrauben und die Qualität deutlich verbessern. 1968 hat er dann das Gut in Pacht übernommen und zeichnete seither als federführend verantwortlich, bevor Ernst Holler, der jetzige Chef den elterlichen Betrieb übernahm.

Der Anbau

Die Böden sind Jahrhunderte lang mit Wein bepflanzt, deswegen müssen sie nach dem Roden ca. 2 bis 3 Jahre mit Gründüngung und Wiesen mit Kleearten angepflanzt werden, um somit die Rebmüdigkeit zu reduzieren.

Danach werden die Böden ca. 60 bis 80 cm tiefgepflügt, das sogenannte rigolen, das früher mit Spaten, jetzt natürlich mit schweren Traktoren oder Raupenschlepper durchgeführt wird. Dort hinein werden die Setzlinge eingepflanzt, bestehend aus einer Reblausbeständiger Unterlagsrebe mit einer aufgepfropften Edelsorte, z. B. Riesling, Muskat, Traminer, Weißburgunder oder Blaufränkisch.

Die Säure

In Rust ist der Kalkgehalt im Unterboden höher, da passen Rebsorten, die kalkverträglicher sind, besser – wie beim Rotwein speziell der Blaufränkisch, beim Weißwein der Burgunder und Neuburger. Die unterschiedlichen Rebsorten haben also unterschiedlichen Säuregehalt. Zucker und Säuren sind die Energiequellen der Reben. In warmen Nächten veratmet die Rebe ebenfalls Säure, was zu weniger Säure führt. Kühles, feuchtes Wetter lässt den Säuregehalt wiederum höher werden, in der Reifezeit extrem trockenes Wetter verringert den Säuregehalt.

ÖPUL

Bewirtschaftet wird der Elfenhof nach den ÖPUL-Regeln des Ökologischen Weinbau, das bedeutet konkret:

 

1. Bodenbedeckung mit Grünpflanzung, das sind die Gassen zwischen den Rebzeilen. (Speziell vom Herbst bis ins Frühjahr, damit bei Platzregen keine Bodenabschwemmung zu befürchten ist und damit sich die Bodenmikroorganismen besser entwickeln können.)

2. Praktisch keine Düngung mit Mineralstoffen aufgrund von regelmäßigen Bodenuntersuchungen.

3. Schädlingsbekämpfung, wenn möglich, nur mit Nützlingen.

4. Biologische Bekämpfung des Heu- und Sauerwurm (Traubenwickler) unter dem Motto „no sex for butterflys“. Ausgebrachte Ferromone verwirren die Männchen, so dass sie die Weibchen nicht mehr finden können – so sind keine Pestizide nötig.

Die Weine – Weißwein

Der Weinmaster bestimmt auf Grund von Optik, der Messung der Zuckerkonzentration mittels Refraktometer und der Begutachtung der Traubenkerne, die bei guter Reife braun gefärbt sind (statt grün), die Erntereife der Trauben. Dann kann´s losgehen und das stählerne Monster beginnt sein feinfühliges Tagwerk.

Die geernteten Trauben landen in der Traubenmühle, die die Beere kurz quetscht, bevor sie vorgepresst wird. Anschließend geht´s weiter in den Maischebehälter, wo die Maische ca. 2 Stunden lang für die beste Aromenextrahierung verbleibt. Erst dann erfolgt die richtige Pressung. Der Saft setzt sich ab, wird also vorgeklärt. Dann wird der Gärbehälter mit Hefe versetzt, die sofort ihre Aufgabe, nämlich die Gärung beginnt, dabei wird der enthaltene Fruchtzucker in Alkohol umgewandelt. Schwere Stoffe werden mit speziellen Filtern weiterhin geklärt und für einfachere Qualitäten bzw. Schnaps weiterverarbeitet.

Das Gebräu wird drei bis vier Wochen lang unter strenger Einhaltung der Gärtemperatur von ca. 20 Grad vergoren und täglich kontrolliert. Am Ende der Gärung wird der hefetrübe Saft vom dicken Trub, der sich abgesetzt hat, abgepumt und die Filtratur blank geeist.  Am Schluss werden, um eine Ausflockung der beinhalteten Eiweisstoffe zu vermeiden, feine Tonerden zugegeben, die  oberflächlich die Eiweisstoffe annehmen. Diese setzen sich ab, werden wieder filtriert und fertig ist das köstliche Getränk made by Elfenhof.

Rotwein

Die Trauben werden mit der Beerenhaut vergoren, zwecks der Farbe, die sich hauptsächlich in der Haut befindet. Die Pressung erfolgt erst mit der fast vergorenen Maische, damit der Saft im Fass noch weitergärt und durch die Gärungskohlensäure einen Schutz vor Oxidation hat. Fruchtigere Rotweine gären ca. fünf bis sechs Wochen im Eichen-Holzfass weiter, trockene je nach Weinart und Qualität zwischen 3 und 12 Monate. Für den sanften Gastausch von Kohlensäure und Sauerstoff sorgen die feinen Holzporen des Fasses.

Der Barrique-Ausbau, das sind kleine Eichenfässer, bei der die Holzoberfläche zum Inhalt in einem größeren Verhältnis steht, führt dazu, dass noch mehr Stoffe des Holzes mit in den Wein gelangen, der Gasaustausch noch intensiver ist, was zu deutlich unterschiedlichen und intensiveren Geschmacksrichtungen führt.

Roséwein

Rose entsteht durch Rotweintrauben, die wie Weißwein verarbeiten werden.

09.10.14 Beitrag von: Michael Jaugstetter

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