Unser Weinberg im Frühjahr

Ja, Winzer sein, ist hart. Zumindest harte Arbeit wartet tagtäglich.

Rückschnitt und Bodenbearbeitung

Nach der ersten intensiven Arbeit am Weinberg in den ersten Monaten des neuen Jahres – der Rückschnitt der Reben auf ein bis zwei Ruten (das sind die jungen Triebe des Rebstockes vom letzten Sommer, die nun bereits verholzt sind), der nach wie vor mühsam mit der Hand durchgeführt werden muss – folgt nun das Binden der neuen Austriebe.

Dabei müssen die Arbeiter jeden einzelnen Trieb an die gespannten Drähte binden, damit diese möglichst gleichmäßig und optimal mit Nährstoffen und Sonne versorgt werden.

Zusätzlich beginnt ab April die Bodenbearbeitung. Meist werden die abgeschnitten Ruten gehäxelt und beim Auflockern der Böden mit dem Grubber in den Boden eingebracht, um somit den natürlichen Humus anzureichern.

Da ja dieses Jahr der Winter noch einmal spät und intensiv eingefallen war – wir hatten schon Sorge wegen der Gefahr der Bodenfröste (s. Beitrag “Wenn die Eisheiligen dreimal klingeln“) – müssen wir nun jetzt noch arbeitsintensiver und schneller aufholen, was die Natur vorher sich geholt hatte.

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Pflanzenschutz

Auch der Pflanzenschutz spielt wieder eine wichtige Rolle:

Bewirtschaftet wird der Elfenhof ja nach den ÖPUL-Regeln des Ökologischen Weinbaus:

Elfenhof_Ökosiegel1. Keine Verwendung von Herbiziden.

2. Regelmäßige Bodenuntersuchungen. Wenn erforderlich nur minimale und vernünftige Erhaltungsdüngung.

3. Schädlingsbekämpfung nach sorgfältiger Witterungsbeobachtung und Empfehlung der amtlichen Beratungsinstitute. Minimale Aufwandsmenge durch Verwendung von Recycling-Technik.

4. Biologische Bekämpfung des Heu- und Sauerwurms (Traubenwickler) durch Verwirrmethode mit ausgebrachten Pheromonen: „no sex for butterflys“.

Das ist uns besonders wichtig: der gute, ökologische Umgang mit unseren wichtigsten Produkten: den Trauben. Dafür haben wir auch eine eigene Qualitätskontrolle und Qualitätszertifikat entwickelt.

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Begrünung

Anschließend werden die Rebzeilen “begrünt”, sprich mit Gras und Kräuter angesät, um im Wechselspiel mit der Auflockerung des Bodens und dem Anlocken von “Nutztieren und Nutzinsekten” die optimale Nährstoffverteilung für die Reben zu erreichen.

Dann ruht der Weinberg bis Ende Juni und wir hoffen auf viel Sonne und regenfreie Zeit, und vor allem nicht zu kalte Tage und Nächte, da dies die Erntemenge ziemlich verringern kann.

Und noch weniger Elfenhof – das möchten wir Ihnen wirklich nicht zumuten ;-)

Elfenhof_Ausgezeichnet

 

Beste Grüße – Ihr Elfenhof-Team.

10.05.17 Beitrag von: Michael Jaugstetter

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