Wie kommt der Elfenhof zur Elfe?

Ein Interview mit dem für uns besten Ruster Weinbauer

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Wir wollten es genau wissen und haben uns bei einem Gläschen Frizzante mit Herrn Holler ausführlich unterhalten.

 

Elfenhof – ein wohlklingender Name. Wo ist sein Ursprung? Familie oder romantische Idee oder eine wahre Begebenheit?

Ja, auf jeden Fall stammt die Idee aus meiner Familie. Das Weingut ist zwar bereits seit 1642 im Besitz der Familie, trug aber ursprünglich einen anderen Namen. Mein Vater war seit ca. 1963 Wirtschafter des mütterlicherseits geführten Weingutes, das von einem Arzt Dr. med. Ernst Franz einst gegründet worden war. Er verliebte sich dann in die Tochter – meine heutige Mutter, Elfriede. Als mein Onkel dann 1975 nach Rust zog und das Weingut übernommen hat, wurde das Weingut abgespalten, bzw. neu gegründet. Aus Liebe zu meiner Mutter „Elfriede“ nannte mein Vater das neue Weingut „Elfe…nhof“.

 

Fast wie im Märchen. Also über 350 Jahre alte Weinbau-Tradition bis die Elfe wachgeküsst wurde. Seit wann wird dieser Name Elfenhof nun verwendet?

Um genau zu sein, seit dem Auftritt 1979 auf der Ruster Goldenen Weinwoche. Dort stellte sich das Weingut Elfenhof zum ersten Mal offiziell vor und präsentierte die ersten so etikettierten Flaschen.

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Existierte die Elfe auch gleich im Logo? Gemeinsam mit dem Slogan „Zauberhafte Weine aus Rust“?

Nein, die Elfe schwirrte zwar tatsächlich immer als Figur in unseren Köpfen, wurde aber dann erst im Jahr 2012 kreiert. Das Hamburger Grafikbüro Siegmund und Fischer, um genau zu sein, die zwei Inhaber Martin Siegmund und Sabine Fischer entwickelten und designten die Elfe und das Logo. Ich bin ihnen noch heute für die kreative Zusammenarbeit dankbar. Der Slogan mit dem sprichwörtlichen Zauber durfte dann nicht fehlen. Erst jüngst haben das Logo und der Schriftzug einen Relaunch erfahren.

 

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Inwieweit kann man die Elfen mit den Weinen von Deinem Weingut in Verbindung bringen?

Ganz klar durch den Zauber, der von den Tropfen ausgeht. Das ist nicht übertrieben. Schon oft habe ich den Ausspruch gehört: „Ach, dieser Wein hat meinen Gaumen verzaubert.“ Meine Absicht bei der Arbeit im Weinbau und im Weinkeller ist es, den Konsumenten mit unseren harmonischen, ausgewogenen Weinen zu verzaubern und schlussendlich real zu überzeugen.

 

Romantik und Moderne. Wein kann auch hartes Business sein. Wie versuchst Du dies in Einklang zu bringen?

Ganz ehrlich? Ich distanziere mich von diesem „harten Business“ und dem Druck, der von Lebensmittelketten oder manchen Verbänden ausgeht. Wir sind nicht mehr im Einzelhandel vertreten. Wir vom Elfenhof gehen gelassen unseren Weg und versuchen, von außen keinen Druck auf die Produktion und die Vertriebsschienen unserer Weine zuzulassen. Für mich zählt der Geschmack des Kunden und nicht ein Trend, der von Fachgremien oder Prämierungen vorgegeben wird. Weine, die oftmals prämiert werden, entsprechen so gar nicht dem Geschmack des „normal sterblichen“ Endverbrauchers. Ich vergleiche das gerne mit dem Auto eines Formel 1 Fahrers. Perfekt abgestimmt und die best ausgetüftelste Technik, aber für den normalen Straßenverkehr völlig ungeeignet; so sind diese filigran aufgebauten Premium-Weine oftmals auch nur etwas für einen wirklich kleinen Kreis.

 

Wie wird der Name im Ausland verstanden? Gibt es da nicht schon lustige Anekdoten zu berichten?

Kurioser Weise funktioniert der Begriff „Elfenhof“ im Ausland bestens. Multilingual und international sozusagen. Sogar Japaner oder Chinesen kommt „Elfenhof“ problemlos über die Lippen. Nur die Abbildungen unser typischen Ruster Storche haben bei den Japanern kürzlich zu Irritationen und Verwechslungen geführt. „Was macht denn ein Kranich in Österreich?“ Nun, wir breiten halt wie so mancher schräge Vogel unsere Flügel über die ganze Welt aus…

 

Könntest Du Dir vorstellen, dem Zeitgeist der „neuen jungen Winzer“ zu folgen und dass Logo zu modernisieren, plakativ er oder gar aggressiver zu gestalten?

An ein neues, wie sagt man „Branding“, denke ich nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man im Zuge des baldigen Jubiläums eine Ausschreibung mit mehreren Künstlern macht und eine Skulptur entwickelt. Etwas Schlichtes und Modernes schwebt einer mir befreundeten Journalistin da wohl vor? (Lacht)

 

Ich hätte da sicherlich nichts einzuwenden. Planst Du Deine Mitarbeiter oder Kinder als Elfen-Testimonials zu verkleiden? Als Rheinländerin denke ich da natürlich gleich an Karneval …

Da bringst Du mich auf eine Idee! Beim nächsten Karneval sind wir mit Elfen-Kostümen mit von der Partie. Oh, das wird für uns und unsere Kinder eine Riesen-Gaudi. Muss ich dann Helau oder Alaaf rufen?

 

Das liegt ganz an Düsseldorf oder Köln.
Apropos Feiern: Wie gedenkst Du die Tage der Elfe am 10., 17. und 24.06.2016 zu gestalten?

Meine Mitarbeiter werden am 10.06. jeweils 2 Stunden früher aus den Weingärten zurückgerufen. Wenn man das so sagen darf. Und wenn der Duft des Grills von unserem Hof in die Umgebung strömt, sind sicher die komplette Belegschaft schnell im Weingut. Ein deftiges Buffet und viele Flaschen Wein warten dann auf alle an der Produktion beteiligten Menschen und ebenso alle Kunden und Elfenhof-Liebhaber, die an diesen Tagen zu uns finden. Ich freue mich schon sehr auf diese Tage und den Austausch mit allen.

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Und gibt es noch eine Veranstaltung, an der Elfenhof Kunden und Freunde mit Euch feiern und die Weine verkosten können?

Klar, wie jedes Jahr. Zur Sommerparty 2016 am Neusiedler See. Mit bester Livemusik und gutem Essen und, nicht zu vergessen, unseren zauberhaften Weinen.

Am 8.07.2016 geht´s los. Meldet Euch einfach auf unserer homepage per Email an.

 

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Vielen Dank für das nette Gespräch! 

01.06.16 Beitrag von: Alexandra Viefers

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